Die Berufsschulen in Deutschland müssen bis zum Jahr 2030 rund 60.000 neue Lehrkräfte einstellen. Zu diesem Schluss kommt Bildungsforscher Klaus Klemm in einer Studie für die Bertelsmann-Stiftung. Fast die Hälfte der Berufsschullehrer geht bis dahin in den Ruhestand. Jede zweite dieser Stellen werde nicht besetzt werden können, wenn die Politik nicht schnell reagiere, so die Studie.
Der Bedarf an Berufsschullehrern steigt langsamer, dafür aber heftiger als der in anderen Lehrämtern. Diese Prognose gilt auch für Mecklenburg-Vorpommern. Im Durchschnitt sind Berufsschullehrer im Land 54 Jahre alt. Zwischen 30 und 50 Prozent dieser Lehrkräfte gehen bereits in den nächsten zehn Jahren in den Ruhestand. Das Land muss seiner eigenen Lehrerbedarfsprognose zufolge von 2020 an rund 80 Berufsschullehrer pro Schuljahr neu einstellen, um die Ruhestandswelle auszugleichen. Hinzu kommen steigende Schülerzahlen an den Berufsschulen.

