Erste Promotion am Institut für Berufspädagogik abgeschlossen

Verteidigungseröffnung durch Prof. Dr. Radisch
Gratulation durch Prof. Kaiser
Gratulation durch den Zweitgutachter Prof. Dr. Efing aus Wuppertal

Im Konzilzimmer der Universität Rostock verteidigte am 8. April 2019 Hartmut Reinke aus Bremen sehr erfolgreich seine Promotion im Fach „Berufliche Bildung“ an der Philosophischen Fakultät zum Thema: „Das Schreibende Subjekt. Eine qualitativ-phänomenologische Arbeitsstudie der Kundenkorrespondenzprozesse kaufmännisch Tätiger

Reinke arbeitet seit vielen Jahren im Bereich der Unternehmenskommunikation, ist selbst ausbildend tätig und im Prüfungsausschuss der Bremer IHK und Lehrbeauftragter an einer Fachhochschule. Seit 2015 promoviert Hartmut Reinke bei Prof. Dr. Franz Kaiser (Institut für Berufspädagogik, Rostock). Zweitgutachter war der Sprachdidaktiker und Spezialist für berufliche Fachsprache Prof. Dr. Christian Efing (Germanistik, Universität Wuppertal), Drittgutachter Prof. Dr. Mathias Götzl (Institut für Berufspädagogik, Rostock). Ferner gehörten der Kommission von der Philosophischen Fakultät an: Prof. Dr. Falk Radisch (Vorsitzender, Schulpädagogik); Prof. Dr. Michael Großheim (Philosophie), Dr. Claudia Kalisch (Berufspädagogik) und Dr. Constanze Berndt (Schulpädagogik).

Reinke setzte sich mit den Einflussfaktoren auf das Schreibhandeln von kaufmännisch Tätigen auseinander und entdeckte mittels qualitativer Sozialforschung (Interviews, Arbeitsplatzbeobachtung, Videografie und Raumanalyse) und anschließender Datenanalyse nach der Grounded Theory nach Breuer den hohen Einfluss der jeweilig individuellen Hintergründe der Beforschten sowie der organisationalen Umgebungsfaktoren auf die Schreibprozesse. Damit ergänzt er die bereits vorliegenden Forschungen zur Bedeutung der Sprache im kaufmännischen Handeln von Prof. Kaiser, sowie die methodischen Ansätze zur Forschung der beruflich geprägten Sprachregister von Prof. Efing.

Teamorientierte und kollegiale Schreibtrainings sowie die systematische Kompetenzentwicklung für die kaufmännische Korrespondenz sind praktische Empfehlungen, die sich aus Reinkes Befunden ebenso ableiten lassen wie hilfreiche Hinweise für die methodische Herangehensweise einer arbeitsplatzbezogenen, subjektorientierten Berufsbildungsforschung.

 

Alle Bilder (Anita Kaiser)


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